MusaweNkosi – Meine Arbeit im Kinderheim

MusaweNkosi


 

Bereits seit 2001 gibt es die gemeinnützige Organisation MusaweNkosi (Zulu für Gnade Gottes). Das Kinderheim gab es damals jedoch noch nicht. Die Arbeit bestand viel mehr aus der allgemeinen Unterstützung von Kindern und der Familie, bei der sie lebten. Doch schon bald stellte sich heraus, dass für manche der Kinder mehr Hilfe nötig war, da deren Großeltern zu alt oder zu krank waren, um sich um sie zu kümmern, die Kinder Gewalt ausgesetzt waren usw. So wurde 2004 das erste Haus in Entoyeni, 26 km außerhalb von Empangeni, gebaut. Nach und nach zogen immer mehr Kinder ein, drei weitere Häuser wurden gebaut, bis das Kinderheim 2010 offiziell anerkannt wurde und seitdem maximal 30 Kinder beherbergen darf. Auch heute noch wird die Arbeit außerhalb des Kinderheims fortgesetzt.

Meine Arbeit dort


 

Jeden Nachmittag von Montag bis Freitag fahren wir raus zum Kinderheim. Das bedeutet erst einmal eine ca. 30-minütige Fahrt, wobei die zweite Hälfte des Weges nicht geteert ist. Da wird man dann ordentlich durchgeschüttelt 😀
Unterwegs sammeln wir dann (wenn nicht gerade Ferien sind) zwei der kleinen Jungs an der Thuthukani School und die älteren Jungs, die auf die High School gehen, ein.
Im Kinderheim verbringen wir Zeit bis ca. 17 Uhr und machen uns dann auf den Heimweg.

Meine Aufgabe dort besteht zunächst ganz simpel darin, mit den Kindern und Jugendlichen Zeit zu verbringen, zu spielen und zu quatschen. Die Erziehung der Kids liegt dabei ganz bewusst nicht in meinem Aufgabenbereich. Hier herrschen einfach andere Vorstellungen von Erziehung als bei uns. Deswegen übernehmen das hauptsächlich die Hausmütter. Kulturbedingt lassen sich die Kleinen aber auch von den Großen etwas sagen.
Während der Schulzeit starten wir, nachdem die Kinder zu Mittag gegessen haben, mit den Hausaufgaben in Mathe und Englisch. Dazu haben wir die Kinder in Gruppen eingeteilt. Bisher gehörten zu meiner Gruppe drei Kinder aus Grade 6. Da bis vor kurzem die Prüfungen anstanden, haben wir vorwiegend wichtige Themen (meistens die Grundlagen) wiederholt. Meistens bekommen die Kinder in der Schule gar keine Hausaufgaben, sodass ich etwas vorbereite. Dazu ist immer mittwochmorgens genügend Zeit. Wenn im Januar die Schule wieder angefängt, werden wir uns am Lehrplan der Schule orientieren und anhand dessen Hausaufgaben vorbereiten. Praktischerweise gibt der Lehrplan in Südafrika für jede Woche ganz genau vor, was zu tun ist (leider bekommen die Vermittlung trotzdem nicht alle Lehrer hin). Während der Hausaufgaben merke ich auch ganz besonders, wie wichtig unsere Arbeit ist. Oftmals beherrschen die Lehrer selbst den Stoff nur halb bis gar nicht, sodass die Kinder diesen natürlich auch nicht richtig lernen. Kein Wunder also, dass man zum Bestehen der vierteljährlichen Prüfung lediglich 30% braucht und nur wenige Kinder einen guten Schulabschluss schaffen. Wir Freiwilligen, die jedes Jahr kommen, sind dadurch ein wichtiger Teil, damit die Kinder bessere Chancen im späteren Berufsleben haben. Wir unterstützen die Kinder ihre Lücken in den mathematischen Grundlagen aufzuarbeiten. Da Englisch die einzige Sprache ist, in der wir mit den Kindern kommunizieren können, wird das Englisch Sprechen schon im Alltag geübt.

Freitags fahren wir schon immer etwas früher und machen keine Hausaufgaben. Meine beiden Mitfreiwilligen Franka und Johanna üben mit ein paar Kindern Gitarre und Blockflöte. Da ich ja kein Instrument beherrsche, spiele ich währenddessen Spiele 😀 Oft machen wir auch besondere Spiele oder Aktionen, wie malen mit Wasserfarben oder einen Staffellauf. Während der Ferien werden ebenfalls keine Hausaufgaben gemacht. Viele der Kinder fahren zu dieser Zeit (und besonders in den anstehenden Sommerferien) zu ihrer Familie.

Die Arbeit mit den Kindern macht wirklich Spaß. Ich habe immer das Gefühl, dass es gut ist, dass wir hier sind und dass wir den Kindern helfen können. Deswegen möchte ich mich bei allen bedanken, die mich durch eine Spende unterstützt haben! Denn Dank der Spenden ist meine Arbeit hier möglich. Spenden ist auch weiterhin möglich 😉 (Infos hier)

 

(Anklicken zum Vergrößern)

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